Warum Talentförderung?

 

Im deutschen Fußball wurde unter der Federführung von DFB-Sportdirektor Matthias Sammer die Talentförderung umgebaut und die DFB-Stützpunkte zur flächendeckenden Erfassung und wöchentlichen zusätzlichen Förderung von Talenten ab dem jüngeren D-Jugend-Jahrgang (U12) installiert. Dieses Programm hat sich über die Jahre etabliert und findet trotz des schlechten Abschneidens, bei der WM in Rusland, seine Fortsetzung. Somit werden auch weiterhin Jahr für Jahr im Bereich der Region Hannover je 12-16 Talente in den Stützpunkten Barsinghausen (West),  Langehagen (Ost) und Hannover trainieren. 

Weitere Informationen zum DFB-Stützpunktförderprogramm finden Sie im Internet auf der Homepage des NFV unter   http://www.nfv-www.de/?id=619 .

Umsetzung im Kreis Region Hannover

Doch wie ermittelt man die 12-16 vermeintlich talentiertesten Spieler pro Jahrgang? Dazu bedarf es einem umfangreichen Auswahl- und Entwicklungsverfahren, das im Kreis Region Hannover dezentral durchgeführt wird und angesichts der Größe des Kreises bereits im jüngeren E-Junioren-Jahrgang (U10) beginnt.

Das 1. Jahr

Zu Beginn jeder Saison werden die Vereine gebeten bis zu fünf Talente aus dem jüngeren E-Jugend-Jahrgang an den Fußballkreis zu melden. Daraus entsteht in der Regel eine Liste von etwa 300 Spielern, die sich die Auswahltrainer in drei Teams (Bereich Süd/Ost; Nord und West) in der Regel bei einem Sichtungstraining je zwei Mal ansehen (auf dem Feld und in der Halle). Anschließend folgt die Nachsichtung beim Sparkassen-Hallenpokal.

Das 2. Jahr

Nach der Sommerpause und mit dem Wechsel in den Jahrgang U11 wird aus den vermeintlich größten Talenten der Bereiche Süd/Ost; Nord und West die Kreisauswahl ihres Bereiches, jede Kreisauswahl ihres Bereiches nimmt an mehreren Turnieren teil. Höhepunkt des Sichtungsprozesses ist Jahr für Jahr die Hallen-Bezirksmeisterschaft in Lauenau im Februar, bei der sich die Auswahlteams des Bezirks Hannover in zwei Vierergruppen mit anschließendem Endspiel gegenüberstehen. Alle jemals gemeldeten und gesichteten Spieler werden durch die Auswahltrainer regelmäßig in ihrer Entwicklung weiter beobachtet, sei es in Punktspielen auf dem Feld und in der Halle oder bei weiteren Trainingseinheiten.

Der Endspurt

Die letzte Gelegenheit, auf sich aufmerksam zu machen, haben die jungen Talente, in ihren Mannschaften beim Sparkassen-Cup auf dem Feld,  der im Mai/Juni  im Kreis Region Hannover ausgetragen wird. Immer wieder schaffen einige Talente, die sich  weiterentwickelt haben, „auf den letzten Drücker“  den Sprung in die Hauptsichtung für die DFB-Stützpunkte im Mai/Juni. Aus etwa 70 Spielern werden durch die  DFB-Stützpunkttrainer, je Stützpunkt 12-16  Spieler auswählt. Natürlich arbeiten sie dabei und auch bei möglichen Nachsichtungen eng mit den Kreistrainern zusammen, die sie bei ihrer Auswahl beraten.

Noch ein Hinweis

Auch wer es auf Anhieb nicht schafft, kann weiterhin durch gute Leistungen auf sich aufmerksam machen und den Sprung in die Talentförderung oder sogar in den Profibereich schaffen. Das beste Beispiel aus dem Kreis Hannover-Land ist Per Mertesacker aus Pattensen, dessen Entwicklung allen jungen Talenten Mut machen sollte, immer an sich zu glauben und niemals aufgeben, denn Qualität setzt sich immer durch.

Seite zuletzt aktualisiert am: 31.07.2019

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